Mit „Trink aus, wir müssen gehen“ verabschieden sich Die Toten Hosen von der Live-Bühne. Das Finale einer Punkrock-Ära.
Düsseldorf / Region. Es ist eine Nachricht, die die deutsche Musiklandschaft ins Mark trifft: Nach über vier Jahrzehnten unermüdlicher Live-Präsenz haben Die Toten Hosen das Unvermeidliche offiziell gemacht. Unter dem Titel „Trink aus, wir müssen gehen“ startet die Band ihre allerletzte große Tournee. Was seit Jahren spekuliert wurde, hat die Düsseldorfer Punkrock-Institution nun unmissverständlich bestätigt: Es ist der Abschied von den großen Konzertarenen.
Kein künstliches Hinauszögern – Ein sauberer Cut
Frontmann Campino und seine Bandkollegen machen bei der Ankündigung keine halben Sachen und schlagen den gewohnt direkten Ton an: Man wolle abtreten, solange die Energie noch stimmt und man mit erhobenem Haupt von der Bühne gehen kann, statt sich über den Zenit hinaus zu schleppen. Wer die Band in den letzten Jahren live erlebt hat, weiß, dass sie auf der Bühne bis zur Erschöpfung abliefert. Genau diesen Anspruch wollen sie bei der finalen Konzertreise einhalten.
Die Tournee führt die Band noch einmal durch die größten Hallen und Stadien der Republik. Dabei ist davon auszugehen, dass Shows in Hessen und den angrenzenden Regionen binnen weniger Minuten restlos ausverkauft sein werden. Tickets dürften zu den begehrtesten und umkämpftesten der kommenden Monate gehören.
Eine Ära prägt Generationen
Seit ihrer Gründung 1982 haben Die Toten Hosen den Soundtrack für mehrere Generationen geliefert. Von den radikalen Anfängen in den Kneipen und Jugendzentren über Stadionhymnen wie Tage wie diese bis hin zu gesellschaftspolitischen Statements – die Band hat den deutschsprachigen Punkrock salonfähig gemacht, ohne dabei ihre Haltung zu verlieren.
Mit „Trink aus, wir müssen gehen“ schließt sich dieses Kapitel nun endgültig. Für Fans bedeutet das: Letzte Chance, eine der kompromisslosesten Live-Bands dieses Landes noch einmal in voller Härte und Lautstärke zu erleben. Der Vorverkauf läuft an – wer dabei sein will, sollte sich keine Illusionen über die Ticketverfügbarkeit machen.